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Selectron Gleitschutz für Fahrzeuge der Metro Linie M3 in Budapest

Die längste Linie der Budapester Metro (es gibt drei weitere Linien, die alle kürzer sind) erstreckt sich über 17 km, umfasst 20 Stationen und stammt aus den 1970-erJahren. Die Linie wurde in 1976 eröffnet. Die Flotte besteht bis heute aus den Metro-Zügen, die damals von der russischen Firma Metrowagonmash gebaut wurden. Fahrzeuge dieser Baureihe waren im Ostblock einst sehr renommiert und sind in Budapest, Moskau, Prag, Sofia und Tiflis noch immer in Betrieb.

Metrozug  Linie M3 Budapestzoom

Bild: TMH

Metrozug  Linie M3 Budapestzoom

Bild, Quelle: veröffentlichte Pressemitteilungen

 

Bereits Mitte des letzten Jahres übergab die Firma Metrowagonmash in Mytishchi die erste Tranche modernisierter Metro-Züge eines grösseren Auftrags formell an die Metro in Budapest. Nach einer Ausschreibung des Betreibers BKV - welche die Überholung und Modernisierung von 222 Fahrzeugen der Linie M3 beinhaltete - erhielt dieser von den Firmen Skinest Rail, Alstom, Škoda, CAF und Metrowagonmash Angebote für dieses Projekt. Im August 2015 wurde der Auftrag über rund 81 Milliarden HUF (ca. 261 Millionen Euro) an die Anbieter vergeben.

Von den 222 Fahrzeugen sind 63 Endwagen des Modells 81-717 und 122 Zwischenwagen des Modells 81-714, die zwischen 1979 und 1990 gebaut wurden. Vier Fahrzeuge sind Endwagen des Modells 81-717-2M und sechs sind Zwischenwagen des Modells der 81-714-2M, die im Jahr 2000 erworben wurden. 27 Fahrzeuge sind vom Modell Ev3, welche zwischen 1974 und 1977 beschafft worden sind. Alle Fahrzeuge wurden vom Hersteller Mytishchinsky mashinostroitenly zavod (MMZ) gebaut, dessen Nachfolger die Firma Metrowagonmash ist. Der Auftrag wird in Mytishchi Russland ausgeführt, wobei die Fahrzeuge mit der Eisenbahn zwischen Moskau und Budapest hin und her transportiert werden.

Die Modernisierung umfasst die vollständige Renovierung der Fahrzeuge in Übereinstimmung mit den technischen Spezifikationen der Metro Budapest. Der Wagenkasten ist komplett renoviert. Abgenützte und korrodierte Teile wurden ausgetauscht, stützende Elemente wie Quer- und Längsträger wurden verstärkt. Bei der Konstruktion der Wagenkasten und der Aufhängung wurden Modifikationen vorgenommen. Die neuen Wagenenden sind aus Glasfaser gefertigt und mit Evakuierungstüren und Klapptritten für die Evakuierung ausgestattet.

Metrozug  Linie M3 Budapestzoom

Bild, Quelle: veröffentlichte Pressemitteilungen

Auch das Innere der Passagierwagen sowie des Führerstands ist komplett renoviert. In den Passagierabteilen sind neu leistungsstarke Lüftungssysteme installiert. Der pneumatische Antrieb der Schiebetüren wird durch einen elektrischen, von Knorr-Bremse (IFE) gelieferten, ersetzt. In den Führerkabinen sind eine neue Fahrerkonsole, ein vibrationsabsorbierender Sitz und eine Klimaanlage installiert.

 

Die Pneumatik und Bremssysteme werden komplett saniert. Die Bremsen sind mit dem von Selectron Systems entwickelten modularen und flexiblen Gleitschutzsystem WSP 800 V04 sowie den von Knorr-Bremse produzierten Kompressoren und Laufflächenbremsen ausgerüstet. Das Bremssteuergerät wurde von MTZ Transmash in Moskau entworfen.

Ziel der Modernisierung ist, die Lebensdauer der Züge um weitere 30 Jahre zu verlängern. Die letzte Tranche des Projektes wird bis im Mai 2018 abgeschlossen sein.

Das Gleitschutzsystem Typ WSP 800 V04 von Selectron basiert auf der Gerätefamilie MAS 83x/73x und ist über CAN an die Leittechnik angeschlossen.Dieses wurde projektspezifisch auf einem Fahrzeug quasi als „Musterfahrzeug“ von Selectron-Spezialisten konfiguriert und in Betrieb genommen. Selectron liefert die benötigten Komponenten des Gleitschutzes, der Einbau wird durch die Firma Metrowagonmash ausgeführt.

 

Technische Änderungen sowie Änderungen technischer Spezifikationen jederzeit vorbehalten.

 
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